• Rosenrote Rammstein, Hammer Goethe Grimm

    wal 16 Januar, 2008 00:05 Rammstein Permalink Trackbacks (0)
    Das Label über die CD
    ROSENROT. Ein Wort wie ein Gedicht, voller Deutung und Bedeutung. Es vereint das Schöne mit dem Hässlichen, das Sanfte mit dem Grausamen, das Leben mit dem Tod. Ein Titel, wie er für das fünfte Rammstein-Album nicht passender hätte sein können. Das Berliner Sextett Till Lindemann (Gesang), Paul Landers (Gitarre), Christoph Schneider (Schlagzeug), Richard Z. Kruspe (Gitarre), Flake Lorenz (Keyboards) und Oliver Riedel (Bass) macht auf diesem Album das Unmögliche möglich - es führt zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört: die Gebrüder Grimm und Johann Wolfgang von Goethe. Klingt abwegig, ist aber Hammerstiel.

    Im Titel-Song "Rosenrot" verschmelzen sie das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" mit Goethes "Heidenröslein". "Sah ein Mädchen ein Röslein stehen..." zitiert Lindemann Goethes großen deutschen Klassiker. Aber er zitiert nicht einfach, sondern gibt dem Ganzen eine eigene Note: die weibliche Form. Für solch hintersinnige Text-Arrangements ist Till Lindemann, ehemaliger Hochleistungsportler und Buchautor, bekannt - selbst wenn er sein Gespür für herzergreifende Reime, mitreißende Metaphern und stürmische Parabeln in der Öffentlichkeit gerne hinter einer rauen Schale versteckt.

    Da hat man auch schon schärfere Kritik gehört, zu wenig mutig, zu sehr Stil? Paßt überhaupt zusammen was zusammen muß? 

    Aber - Rammstein ist und bleibt einfach urcool, cool, ... 




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